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Wadenkrämpfe beim Schwimmen: was tun?

© Felix Gmünder

Beinkrämpfe, vor allem in den Waden, kommen bei Schwimmern häufig vor

Die Ursachen können sein:

Tipp: Was machen, wenn ein Wadenkrampf auftritt?

Wer während dem Schwimmen einen Beinkrampf kommen spürt, sollte das Schwimmen sofort unterbrechen und versuchen, den Krampf mit Dehnen oder Stretching unter Kontolle zu kriegen. Wenn man übermüdet ist oder bei starker Kälte, ist der Abbruch des Trainings oder des Rennens ziemlich wahrscheinlich.

Während dem Schwimmen kann man bei milden Krämpfen versuchen den Fuss abwechselnd während dem Schwimmen zu beugen und zu strecken. Das bremst natürlich die Geschwindigkeit, aber oft kriegt man einen leichten Krampf oder beginnende Krampfanzeichen so unter Kontrolle. Auch beim Abstossen von der Wand kann man den Wadenmuskel bei dieser Gelegenheit etwas dehnen. Den Fuss anschliessend nicht ganz strecken sondern versuchen das Bein zu entspannen.

Beachte: Schwimmen mit Flossen führt häufiger zu Krämpfen in der Wade und an der Fusssohle als ohne!

Falls das alles nicht hilft, dehne die Wade unter der warmen Dusche.

Vorbeugen von Krämpfen

Die Elektrolyte Magnesium und Kalium sind für die normale Funktion der Muskelkontraktion wichtig. Sie helfen aber nicht immer, vor allem dann, wenn Krämpfe vorwiegend im Training und Wettkampf auftreten. Oft ist die Ursache mangelndes Training und (zu) kaltes Wasser.

Wer häufig Krämpfe hat im Training oder auch beim Schlafen hat vielleicht einen Magnesium- und/oder Kaliummangel. Weil man beim Sporttreiben stark schwitzt, und beim Schwitzen Mineralsalze verloren gehen, ist das gar nicht so unwahrscheinlich. Auch der Wasserverlust kann Ursache von Krämpfen sein! Rechtzeitig rehydrieren, aber richtig

Magnesium in Pulverform oder als Brausetabletten ist in Drogerien oder Apotheken erhältlich. Manche Sportgetränke enthalten dieses Elektrolyt ebenfalls in genügender Menge. Man braucht pro Tag als Nichtsportler rund 300, als Ausdauersportler rund 500 Milligramm. Allerdings muss man etwa zwei- bis dreimal soviel schlucken, weil im Darm nur 30-40% aufgenommen werden - der Rest wird ungenutzt ausgeschieden.

Nicht alle Magnesiumpräparate werden im Darm gut aufgenommen: Am besten sind Magnesiumaspartat, -citrat oder -orotat. Magnesiumcarbonat oder -oxid sind zwar billig aber fünf- bis zehnmal schlechter. Magnesiumtherapien sollten höchstens 6-8 Wochen dauern (mit 1-2 Monaten Pause dazwischen).