Home swimclinic.ch
Schwimmen Ratgeber und Tipps English

Schwimmen im kalten Wasser macht hungrig – Hilft es beim Abnehmen?

© Felix Gmünder

Nein, es hilft leider nicht beim Abnehmen, im Gegenteil!

Wenn man 45 Minuten in kaltem Wasser trainiert (20°C), ist man hinterher wesentlich hungriger, als wenn man sich die gleiche Zeit in warmem Wasser bewegt (33°C) oder gar nichts tut.

Dies fanden Lesley White und ihre Kollegen in einer Forschungsarbeit heraus [1]. Während und nach dem Training auf einem ins Wasser gestellten Ergometer konnten die Versuchspersonen so viel essen, wie sie wollten. Eine dritte Gruppe tat in dieser Zeit nichts (ruhende Kontrollgruppe). Die Energieaufnahme und der Energieverbrauch wurden während und nach dem Training bei 60% VO2max bzw. Ruhe gemessen.

Der Energieaufwand war für beide Wassertemperaturen vergleichbar (rund 510 kCal). Nach dem Training in kaltem Wasser assen die Versuchspersonen durchschnittlich 877 kCal – 44% mehr als die Trainierenden im warmen Wasser und 41% mehr als die ruhenden Versuchspersonen.

Diese Forschungsarbeit aus dem Jahr 2005 wurde in einer neueren Review-Arbeit und Metaanalyse aus dem Jahr 2023 bestätigt [2]. Die Forschenden resümieren: "Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn das Gewichtsmanagement für eine Person im Vordergrund steht, sollte sie darauf achten, in den Stunden nach dem Training im Wasser nicht zu viel zu essen, insbesondere wenn die Wassertemperatur niedrig ist (18–20 °C)."

Wie muss ich zum Abnehmen schwimmen?

Es ist bekannt, dass man mit Sport nur abnimmt, wenn man sich intensiv und während längerer Zeit bewegt, wie wir bereits ausführlich berichtet haben:

Wissenschaftliche Quellen und Studien:

  1. White, L.J. et al. (2005): Increased Caloric Intake Soon After Exercise in Cold Water. Int J Sport Nut Exerc 15:1. Studie im Int J Sport Nut Exerc ansehen
  2. Grigg, M.J. et al. (2023): Influence of water-based exercise on energy intake, appetite, and appetite-related hormones in adults: A systematic review and meta-analysis. Metaanalyse auf ScienceDirect lesen