Es gibt mehrere Ursachen, die zu Kopfschmerzen nach einem Schwimmtraining führen können. In der Regel handelt es sich nicht um ernste Gründe, sondern um die unten beschriebenen falschen Verhaltensweisen. Wenn die hier geschilderten Tipps nicht helfen, sollte ein Arzt konsultiert werden.
Was ist die häufigste Ursache von Kopfweh bei noch nicht gut trainierten Schwimmern?
Bei Anfängern und weniger gut Trainierten ist die Hauptursache meist eine schlechte Atemtechnik. Die Folge ist, dass das in den Muskeln gebildete Kohlendioxid einerseits nicht richtig weggeatmet wird und andererseits dem Körper zuwenig Sauerstoff zugeführt wird. Und das macht Kopfweh. Und was ist der Grund der schlechten Atemtechnik?Angst, Wasser ins Gesicht zu bekommen oder gar zu schlucken. Es ist sehr schwierig diesen Reflex loszuwerden, im Ernst. Einige kompensieren die Angst, indem sie den Hals und den Kopf wie ein Schwan aus dem Wasser strecken. Was das für Folgen auf die Wasserlage hat, ist leicht vorstellbar. Ist man sich dieses Fehlers bewusst, versucht man vielleicht, das Eindringen von Wasser in die Atemwege durch zu kurze, zu flache Atemzüge zu verhindern. Das führt dann leicht zu Kopfschmerzen.
Wie kann ich Kopfschmerzen vermeiden? Verbessere deine Wasserlage und Atemtechnik!
Was tun? Lerne im Wasser zu liegen wie zu Hause auf dem Bett: Flach, total entspannt. Lerne den Körper (nicht den Kopf) so aus dem Wasser zu heben (Brust Delfin) oder zu drehen (Kraul), ohne dass du Angst hast. Das braucht Zeit, Geduld und viel Übung. Beispielsweise sollte beim Crawl der Kopf nicht aus dem Wasser gehoben werden zum Atmen. Die Hüfte bleibt daduch stets an der Wasseroberfläche ohne abzusinken. Diese flache Wasserlage begünstigt deine Gleitfähigkeit und minimalen Wasserwiderstand (Tipp effizientes Crawlschwimmen). Übrigens: Verwende nie ein Pull-Buoy! Mit einem Pull-Buoy lernst du die richtige Wasserlage nie, sondern maskierst nur deine Fehler. Die meisten verschlimmbessern ihre Körperhaltung und Wasserlage sogar so, dass sie noch schlechter atmen können.
Was sind die häufigsten Ursachen bei gut trainierten Schwimmern?
Gute Schwimmer kommen leicht ins Schwitzen, auch im Wasser. Das führt leicht zu einem Flüssigkeits- und Kochsalzmangel, vor allem im Sommer oder zu warmem Wasser. Vor allem Frauen unterschätzen ihre Flüssigkeitsverluste meist massiv. Als Faustregel verliert man pro Stunde etwa 1 Liter Wasser und ein Gramm Kochsalz. Beachte unsere Tipps zum Flüssigkeitsersatz für SchwimmerInnen. Eine weitere häufige Ursache bei gut Trainierten ist der oftmals zu abrupte übergang von hoher Belastung zur Erholung. Ein Schwimmtraining darf nicht mit Belastungen im anaeroben Bereich (hohe Pulszahlen über der Schwelle) abgeschlossen werden, sondern es muss ausgeschwommen werden im Erholungsbereich (Puls 100-120) während 5 bis 10 Minuten.